Mikrobiom

Gewichtsreduktion- jeder bekommt sein Fett weg

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Foto: Gudrun Faller: Dick durch Zugucken

Aus eigener leidvoller Erfahrung weiss ich wie es ist, ü-40 gegen Windmühlen zu kämpfen wenn es um das Gewicht geht.
Gerade Frauen haben es schwer. Hormonschwankungen sind ein Bremsklotz beim Abnehmen. Ob die weiblichen Hormone, Schilddrüse oder Stresshormone- oder im schlimmsten Fall alles zusammen- dazu chronische Entzündungen oder eine Dysbiose im Darm: all dies kann eine Gewichtsabnahme unmöglich machen.
Auch wenn man sich im Fitnessstudio abmüht oder schlimmer noch: stundenlang durch den Wald joggt- es bringt alles nichts.
Keine Diät bringt Erfolg. Diese machen oft alles noch schlimmer. Die meist einseitigen Diäten schädigen langfristig den Stoffwechsel, bringen Nährstoffmängel mit sich
Diesem Teufelskreis heisst es zu durchbrechen.
Will heissen, obige (Stoffwechsel)-Probleme müssen angeschaut werden. Natürlich nicht immer alles, aber je nach Anamnese sollte/könnte man sich u.a.
diesen Themen widmen:

1. Hormone
2. Mikrobiom/Darm
3. Schilddrüse
4. Cortisol/Nebenniere -> Stress
5. Immunsystem
6. Zuckerstoffwechsel
7. Bewegung? Sport? Zu viel/ zu wenig/ den falschen Sport?
8. Schlaf
9. Ernährungsgewohnheiten
10. Belastung mit Umweltgiften
11. Mängel
12. Unverträglichkeiten


ad 1.
zu den
Hormonen haben ich in der Vergangenheit viel geschrieben. Bitte diese Blogbeiträge lesen. :)

ad 2.
Der Darm: Auch hierzu gibt es schon Texte im Blog. Der Darm muss unser Essen verdauen. Fremdes zu eigen machen, Schadstoffe ausleiten. Liegt eine Dysbiose oder ein Leaky gut Syndrom vor, wird das Essen fehlverstoffwechselt. Es kann zu Entzündungsprozessen kommen. Zu Autoimmunprozessen.
Eine Darmlenkung, ein Darmfloraaufbau, Ernährungsumstellung und ein Beheben des Grundproblems zeigen schon nach wenigen Tagen Erfolge.


ad 3.
Schilddrüse siehe auch hier. Die Schilddrüse ist der Stoffwechselmotor. Eine Schilddrüsenunterfunktion, manchmal gepaart mit einer Autoimmunerkrankung, kann den Stoffwechsel so verlangsamen, dass der Körper auf Fetteinlagerung programmiert wird.
Leider werden die Schilddrüsenwerte oft falsch eingeschätzt. Viele Frauen bekommen erst Medikamente verordnet, wenn die SD schon völlig entgleist ist- bei TSH Werten >4,5 mU/l.
Die Frage ist: was ist normal und was ist optimal? Bis TSH 4,2 mU/l ist man "normal" - optimal jedoch bei Werten zwischen 0,5 mU/l und 1,8 mU/l (und wer will schon "normal" sein ;) )
Viele Frauen haben schon Symptome bei Werten > 2,0/2,5 mU/l (vor allem in Zusammenhang mit den Sexualhormonen oder/und Stress)
Welche Schilddrüsenwerte sollten ausserdem noch untersucht werden?: TSH, ft3, ft4, Reverse t3 und die Antikörper der Schilddrüse.

ad 4.
Stressstoffwechsel: Texte siehe hier und hier . Stress zieht Fetteinlagerung mit sich. V.a böses Bauchfett. Will keiner haben. :) Und da helfen auch keine 100 Sit-ups jeden Abend. Das macht allenfalls ein Six- pack unter einer dicken Fettschicht. ;)
Besser: Stressreduktion, Entspannung, und evtl. den Stress-Stoffwechsel (die Nebenniere) testen. Mittels einer Cortisol-Speichelanalyse oder einer Urinanalyse der Neurotransmitter Adrenalin/Noradrenalin, Dopamin, Serotonin. Und dann eine Therapie starten, die diese Probleme behebt.

ad 5.
Immunsystem siehe hier. Chronische Erreger, ein hyperreaktives Immunsystem oder auch hyporeaktives Immunsystem, chronische Entzündungen.. auch dies kann den Stoffwechsel lahm legen.


ad 6.
Zuckerstoffwechsel: spätestens ab der Perimenopause ein grosses Thema gerade bei Frauen. Wie schon hier beschrieben, sollte fast jede Frau auf Low carb umsteigen.
Aber natürlich haben auch viele Männer einen katastrophalen Zuckerhaushalt.
Ab und zu mal den Langzeitzucker (HbA1c) messen: ist die Tendenz steigend und grösser 5,6 % / 5,8 % sollte dies ernst genommen, und entsprechend die Ernährung korrigiert werden. Dazu die Gesamtfette (Triglyceride) und die Harnsäure untersuchen. Gehen diese drei Werte hoch, kann man von einer Insulinresistenz ausgehen.
Der HbA1c Wert sollte im optimalen Bereich < 5% liegen!

Eine gute Methode, deren Ergebnisse dann gemeinsam analysiert werden, ist die Messung mit der "Freestyle libre" Messtechnik. Zwei Wochen wird ein Sensor am Körper getragen- und in dieser Zeit "normal" und vielfältig gegessen. Dadurch wird ersichtlich, wie der eigene Körper auf bestimmte Lebensmittel reagiert. Das ist sehr individuell- anhand dieser Analyse können nachfolgend Lebensmittel eliminiert werden, die den Zuckerstoffwechsel zu sehr stören.


ad 7.
Bewegung: wie schon einmal beschrieben zeigt die Forschung, dass die falschen Bewegung mehr schadet als bringt. Gerade zu viel Ausdauertraining kann zu mehr Fetteinlagerung führen (s.u.a. Sean O´Mara). Krafttraining und HIIT sind sinnvolle Sportvarianten. Dazu hohe Proteinzufuhr. Walken, Wandern sind ergänzend gesund. Oder auch Yoga oder Pilates.

ad 8.
Schlaf: genug Schlaf ist essentiell für den Körper. Im Schlaf regeneriert der Körper, Entgiftungsprozesse werden aktiviert. Schlaflosigkeit führt zu Fetteinlagerung. Schlafprobleme können u.a. hormonell sein, aber auch durch Probleme / Stress.

ad 9.
Ernährungsgewohnheiten analysieren: Wie sieht die aktuelle Ernährung aus? Was, wann, wie? Diäten? Zusammensetzung der Makronährstoffe? Menge?
Entsprechende Umstellung. Bevorzugt: Low carb. Keto, Mediterrane Ernährung. Genug Eiweiss.
Kombination mit Intervallfasten. Dies bringt erfahrungsgemäss die meisten Erfolge.
Das Ganze natürlich in einem vollwertigen Rahmen. Regionale, Saisonale, naturbelassene Lebensmittel konsumieren. Keine Fertignahrungsmittel. Keine Zusatzstoffe.

ad 10.
Umweltgifte: Wir sind alle vergiftet. Umweltgifte lauern überall. Luft, Nahrungsmittel, Kosmetik, Haushaltsgegenstände usw.
Es kommen eine Vielzahl von Substanzen in unseren Körper, können oft nicht verstoffwechselt werden und lagern sich ab. Im Schutz der Fettgewebe. Im Gehirn.
Regelmässige (!) Detox-Kuren helfen. Auch hier gibt es Blut/Urinanalysen, die Umweltgifte aufzeigen können.

ad 11.
Mangelzustände: Auch Mineralien-, Spurenelemente- oder Vitaminmängel können zu Blockaden beim Abnehmen führen. Und natürlich zu vielen anderen Problemen. Durch eine Blutanalyse können Mängel aufgedeckt und behoben werden.

ad 12.
individuelle
Unverträglichkeiten blockieren das Immunsystem, forcieren chronische Entzündungen, und lähmen dadurch den ganzen Stoffwechsel.
Hierzu gibt es einige Bluttests. Ich halte wenig von IgG Tests, bevorzuge diese Art Test:
ALCAT. Ein Test auf zellulärer Ebene. Siehe Info auch bei alcat-europe



Was kann man sonst noch tun?

1.
Stoffwechselprogramm
2.
Augendiagnose zur Konstitutionstherapie
3.
Aufbau-Infusionen / Fettwegspritze (für den letzten Rest Fett)
4. Massagen, Fussreflexmassage, Lymphdrainage
5. Akupunktur
6. Trockenbürstungen, Basenbäder
7.
Hypnose , Psychokinesiologie, EFT
8. den Ist-Zustand akzeptieren und loslassen.


Ich helfe dir gerne beim Erreichen deiner Ziele!

Herzlichst, Gudrun


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Neues vom Mikrobiom

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Bild: Gudrun Faller

Wie wichtig die Darmflora (das Mikrobiom) ist, hat sich mittlerweile sogar in der Schulmedizin herumgesprochen. Seit einigen Jahren ist es ein beliebtes Forschungsthema. Alleine in den letzten paar Tagen kamen in der deutschen Presse jede Menge Beiträge zu dem Thema.
Wenig neues für Naturheilkundler…
Zeitschrift
Spektrum : Vielfalt der Darmbakterien schützt vor Eindringlingen/Krankheitserreger. Oder: Springer Verlag: bei Reizdarm liegt eine Dysbiose vor…Antibiotika und Protonenpumpenhemmer (Säurehemmer für den Magen) stören die Darmflora. (ach?!)
Letzte Woche kam auch ein TV- Beitrag (SWR) über das Mikrobiom und Fasten.

Ein Teil des Immunsystems (GALT) hat hier seinen Sitz ("Gut-associated lymphoid tissue"). Ein spezialisierter Teil des Immunsystems, das in der Mucosa des Darmes zu finden ist. Die Aufgabe: ständiges Auffinden und Abwehren von Eindringlingen um dann Immunantworte zu aktivierend, die die Eindringlinge "neutralisieren" um überschiessende Immunreaktionen zu verhindern.
Durch die Produktion von IgA wird das Immunsystem in der Mucosa gestärkt.
Ist dieser Vorgang gestört, kommt es u.a. zu Autoimmunreaktionen.

(-> Hier hatte ich schon über das
Leaky Gut Syndrom geschrieben und hier über SIBO)

Was für Zusammenhänge gibt es sonst noch?

1.
das Estrobolom: ein Teil Darmbakterien, die sich auf den Abbau überschüssiger Östrogene spezialisiert hat. Sehr wichtig, da wir alle- auch Männer- oft zu viel Östrogene im Körper zirkulieren haben. Viele der Östrogene stammen aus der Umwelt. Nicht unbedingt die Eigenproduktion des Körpers. Auch Reste von Östrogene, die schon verbraucht wurden, zirkulieren noch im System, und sollten abgebaut werden. Hierfür ist das Estrobolom zuständig. Fehlen genau diese Darmbakterien, kann es zu einer Östrogendominanz kommen. Wichtig ist daher der Verzehr von genug Präbiotika - Ballaststoffe- wie: Inulin, Akazienfasern, Flohsamen, Leinsamen etc.


2.
Neurotransmitter: eigentlich nichts neues mehr.. dies ist schon länger bekannt: Die Darm-Hirn Achse.
Im Darm werden Neurotransmitter produziert. Dopamin, Histamin, Serotonin, Noradrenalin, GABA und Glutamat werden über das Zentrale Nervensystem in das Gehirn transportiert. Eine gute und gesunde Darmflora ist essenziell für einen guten Hirnstoffwechsel. Und damit eine Grundtherapie für neurodegenerative Erkrankungen oder Depressionen, Angstzustände, Posttraumatische Belastungsstörungen, usw.


3.
Darm und Alzheimer: In (Maus) Studien konnte gezeigt werden, dass nach Gaben von Ballaststoffen Entzündungen zurückgingen und die Microglia (Immunzellen im Gehirn), die Alzheimer auslösen, sich regulierten.
Ballaststoffe füttern Darmbakterien, die Fettsäuren herstellen, die wiederum im Gehirn in Stoffwechselprozesse eingreifen.
Auch Gehirn:
Darm und Schlaganfall: Ebenfalls in Mausstudien hat sich gezeigt, dass kurz nach einem Schlaganfall eine Leaky Gut entsteht. Dadurch gelangen aggressive Bakterien durch die Darmwand und zirkulieren im Körper- es kann zu Infektionen kommen. Infektionen sind eine häufige Todesursache nach Schlaganfällen.
Implantierte man alten Mäusen eine gesunde Darmflora erhöhte sich die Überlebensrate um 50 %. Hingegen starben mehr Mäuse mit implantiertem defekten Darmmilieu.


4.
Neueste Forschung- Darm & Sport: "Several factors can alter the diversity of gut microbiota, including disease, infection, antibiotics and diet. Exercise, however, can modify gut microbiota by its positive impact on energy homeostasis; a biological process in which the cells in our body regulate energy production, energy expenditure and food intake." (UCLA)
HIIT bringt z.b. mehr Sauerstoff in die Blutbahn, was gute Voraussetzungen für die Produktion von Darmbakterien hat. Ruhigeres Training wiederum verhindert die zu schnelle Passage des Nahrungsbreies durch den Magen/Darmtrakt und fördert damit eine gesunde Darmflora.
Training reduziert ausserdem Entzündungen im Magen/Darmtrakt und Darmkrebs durch Verbesserung der Antioxidanzien. Verbessert die Immunfunktion und reduziert das Insulin, welches das Zellwachstum bei Krebs im Darm fördert.
Zusatz: Diese Ergebnisse werden gefördert, wenn ausser genug Sport auch eine gesunde Ernährung im Spiel ist. Logisch.

4. Auch schon länger bekannt:
Fettleibigkeit und Darm.
Menschen mit guter gesunder Darmflora leiden weniger unter Fettleibigkeit. Ein Zusammenhang von Hormonproduktion, Darmflora/Darmbakterien wird angenommen.
Je mehr man abnimmt, desto besser wird die Vielfalt der Darmbakterien, vor allem der guten Bakterienstämme. Das erleichtert wiederum das Abnehmen…..


5.
Darm und Covid: Kinder, die ihr erstes Lebensjahr in der Pandemie erlebten, haben ein verändertes Darmmilieu, im Gegensatz zu Kindern, die schon vor Corona geboren wurden.
"The authors indicate in their article that the differences may have been influenced “by the social changes caused by the COVID-19 pandemic, with infants potentially experiencing more time at home, less time in daycare interacting with other children, increased hygiene in the environment, changes to diet and breastfeeding practices, and increased caregiver stress…”

Und wenn wir schon bei Kindern sind: Stanford University Studie:
Säuglinge in Industriestaaten verlieren die Bakterien, die die Muttermilch verdauen können. Dies könnte zu vermehrten chronischen Entzündungen führen. Schon im Kindesalter.



Weitere Quelle:
Link und Link und Link und Link




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SIBO. Overgrowth Syndrom

SIBO steht für "Small Intestinal Bacterial Overgrowth"


Viele Menschen leiden massiv an Darmsymptomen. Allen voran Blähungen. Diese sind auch ein Leitsymptom für
SIBO.



Das Problem sind Bakterien.

Es kommt zu einem unkontrollierten Wachstum von Colon- Bakterienstämme oben im Dünndarm. Auch können pathogene Bakterien aus der Nahrung den Dünndarm besiedeln.
Teilschuld ist hier auch eine verminderte Magensaftproduktion. (Die im Übrigen häufiger ist als zu viel Magensäure.)

SIBO ist verantwortlich für Symptome von 60 % aller
Reizdarmpatienten! Wird aber selten diagnostiziert.

Symptome:

  • Blähbauch
  • Aufstossen (Rülpsen)
  • Oberbauchschmerzen
  • Durchfall, Verstopfung, wechselhafter Stuhlgang
  • Blähungen, Übelkeit, Sodbrennen (Magensäuremangel macht ebenfalls Sodbrennen)
  • Schleimhautreizungen


Wie kommt es zu so einer Fehlbesiedelung?

  • Verminderte Peristaltik im Dünndarm!
  • Lebensmittelverunreinigungen
  • Magen-Darm-Grippe /Infektionen
  • andere Erkrankungen: Schilddrüse, entzündliche Darmerkrankungen,…
  • Operationen
  • zu wenig Magensäure
  • Medikamente: Magensäureblocker, Antibiotika
  • Stress
  • vegetative Fehlregulation (Vagus!)


Diagnose:

Mittels eines Atemtest (H2/ CH4-Test)

(ähnlich wie Laktose oder Fructose Test)

- Kosten 59,68 Euro


Therapie:

  • Ernährungsplan
  • Antibiotika (ca. 2 Wochen) oder
  • pflanzliche "Antibiotika" (3-6 Wochen)
  • Unterstützende Pflanzenstoffe (Bitterstoffe…)
  • Danach Darmsanierung
  • falls beteiligt: Vagus-Nerv Therapie (Atlas!)
  • zusätzliche Therapien (Infusionen, Nährstoffzufuhr…)


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Es mieft: 💩




Lasst uns über
1f4a9 reden... Fragt man die Patienten danach, wie denn der Stuhlgang so aussieht, kommt immer die gleiche Antwort: "normal". Allerdings ist er bei den meisten dann doch nicht als "normal" einzuordnen.


Was ist denn normal?
Ein guter Stuhlgang ist eine geformte Wurst. Relativ fest und in bräunlicher Farbe. Möglichst sollte er keinen schmierigen Film im Klo hinterlassen, und man sollte keine Klobürste benutzen müssen, eigentlich sollte man auch kein Toilettenpapier benutzen müssen (klar, aus Hygienegründen macht man das..). Ausserdem sollte er im Wasser absinken, und nicht oben schwimmen.
Alles andere zeigt Probleme im Verdauungstrakt, und diese können vielfältige andere Symptome und Erkrankungen nach sich ziehen. (-> Silent inflammation / Entzündungen, Neurotransmitterstörungen, Allergien, Hautprobleme, neurodegenerative Erkrankungen (u.a. Alzheimer, Parkinson, MS) und vieles mehr)


Wie kommt man dahinter, was nicht stimmt?
Zum Beispiel:
1. Mikrobiomanalyse (Stuhlanalyse) durch ein Labor
2. Zungendiagnose
3. Augendiagnose
4. Antlitzdiagnose
5. Dunkelfeldanalyse
6. Blutlaboranalysen


Was kann man tun?
u.a. Darmsanierung, Pro- und Präbiotika, Pflanzenstoffe einnehmen, Ernährungsumstellung...



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Darm & Neurodegenerative Erkrankungen

Allgemeines:
Bitte auch folgende Blogbeiträge beachten:
1.
Mikrobiom 2. Silent Inflammation 3. Herz-Kreislauferkrankungen & Mikrobiom 4. Hirnleistungsstörungen & Neurodegeneration 5. Omega 3 & Entzündliche Erkrankungen / MS

Daher hier nur noch ein paar Ergänzungen zu Mikrobiom /Silent inflammation/ Immunsystem:

Bis zum
3. Lebensjahr ist es extrem wichtig, auf die Darmflora zu achten. In diesem Alter Antibiotika zu geben, schädigt für das ganze Leben
(meistens werden jedoch zu häufige und oft unnötige Gaben im Kleinkindesalter gegeben, sogar bei viralen Infekten).

In diesem Alter entsteht durch den Darm das Immunsystem, v.a. die
TH1 / TH2 Balance. Diese ist zuständig für die virale, bakterielle, parasitäre Abwehr (Fremdkörper/ Erreger), und für Autoimmunerkrankungen. Diese nehmen bekanntermassen seit einigen Jahren zu.

(Darüber kann man sich einmal Gedanken machen.. Ursachen evtl: in den letzten 30-40 Jahren gehäuft: Antibiotikagaben, immer mehr Impfungen, ungestillte Kinder, Kinder per Kaiserschnitt etc. )

Thema : Vitamin D -> kein Hype, sondern tatsächlich eines der besten Immunmittel.

Seit einigen Jahren laufen
vermehrt Studien zu dem Thema Darm und Erkrankungen- wie auch Neurodegenerative Erkrankngen- jedoch gelangen diese Informationen selten an die Basis (Ärzte), es wird noch lange dauern bis dies geschieht. (O-Ton einer Ärztin)- kein Interesse? Unglauben? zu einfach?

Im Darm sitzt der grösste Teil des menschlichen Immunsystems

Interleukin 10 (ein Peptid-Hormon im Immunsystem)

IL 10 aktiviert BDNF (Neuroprotektiver Wachstumsfaktor): Schützt Myelinscheide des Gehirns -> MS!

BDNF

-> Niedrig bei Depression, Alzheimer, MS, Schlafstörungen Bewegungsmangel, Stress
->
Zu viele Kohlenhydrate in der Ernährung senken BDNF -> Risiko an Neurodegenerativen Erkrankungen zu leiden erhöht sich dadurch!
-> BDNF wird durch Omega 3 Fette ,Vitamin E, Zink, Sport
erhöht -> Gedächtnis wird besser!

zusätzliche Anmerkung zum Thema Gehirn:
Bluthirnschranke wird über Mikrobiom geschützt!


Folgen der Dysbiose (Fehlbesiedelung des Darmes):
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Autismus
  • Depression, Angsterkrankungen,
  • Alzheimer

Tight junctions / Leaky gut-Syndrom
Medikamente, Stress, Unverträglichkeiten usw. schädigen die Tight Junctions- dadurch kommen nicht fertig verdaute (Fremd-)Proteine und andere Stoffe (Toxine, Immunglobuline, Erreger etc) in das Blut - es entsteht eine lokale Entzündung. Dadurch Ausschüttung von Zytokine. Teilweise im ganzen Körper. TNF Alpha, Interleukine werden aktiviert…= Systemische Entzündung (Silent Inflammation)
-> es kommt zur Antikörper Produktion, v.a. gegen Nahrungsmittel -> noch mehr Unverträglichkeiten
Leaky gut führt dann zur
gestörten TH1 /TH2 Balance (Immunsystem - Silent Inflammation)
Folge:
Autoimmunerkrankungen und Neurodegenerative Erkrankung, Hormonprobleme

GALT (Darmassoziiertes Immunsystem)
  • Grösstes Immunsystem im Körper!
  • 80 % der Antikörperproduzierendes Zellen sitzen im Darm!
  • TH1/ TH2 Balance (Immunsystem)
  • NK (Killerzellen / Krebs) , T-reg Zellen (Immunsystem)
  • IgA Synthese (Immunglobuline)
  • Interleukin 10
  • Reduktion von entzündungsaktivierenden Zytokine


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Bildquelle Dr Heike Fischer
-> dieses Thema ist leider immer noch nicht von Ärzten anerkannt oder ihnen überhaupt bekannt


Darm & Zentrales Nervensystem:
  • Darm und ZNS sind sich sehr ähnlich (Darmhirn) dieselben Nervenzell-Typen sind dort verteilt
  • alle 30 Neurotransmitter des Gehirns sind auch im Darm vorhanden!
  • Informationen: 90 % gehen vom Darm ins Gehirn-
  • und nur 10 % vom Gehirn zum Darm !!
  • Vagus-Nerv als Leitbahn! (Achtung: Atlas (1. Halswirbel)-Fehlstellungen!)

Über das Limbische System wirkt der Darm auf:
Emotionen, Kognitive Prozesse, Appetit, Immunsystem, Depression..
Heisst auch: Starke Veränderungen im Gehirn bei einer Dysbiose!

Neurodegenerative Erkrankungen (Untergang der Nervenzellen im ZNS)
-> MS, Parkinson, Demenz, Alzheimer

gelten im Moment als unheilbar. (sicher?!)
Es gibt jedoch (nachweislich) Zusammenhänge von
  • Mikrobiom
  • Leaky Gut
  • veränderte Blut-Hirnschranke
mit den neurodegenerativen Erkrankungen

1. Alzheimer
  • Schrumpfung Hippocampus
  • der Hippocampus ist bewegungsabhängig (Sport, Laufen, Wandern,..).
  • zunehmend junge Menschen betroffen (ab 40 Jahre)!
  • gestörte Insulinresistenz (Kohlenhydratreiche Ernährung)
  • Beginnt oft mit Riechstörungen!
  • Beta amyloid ist gestört in Abbau alter Amyloide und Produktion neuer (Beta Amyloid sind Proteine, Down Syndrom Menschen haben ebenfalls zu viele Beta Amyloide eingelagert!)
  • Beta Amyloid Ablagerungen durch Oxidativer Stress und intestinale Dysfunktion
  • Verschlimmert sich durch chronischen Schlafmangel

FINGER Studie 2013
: Prävention Alzheimer
Gehirntraining, Bewegung, Kohlenhydrate reduzierte Ernährung: deutliche verbesserte Kognitive Fähigkeiten

Studie 2016 Prof Brendersen (USA)
  • Ernährung: Kohlenhydratarm
  • Orthomolekulare Therapie (Nährstoffe, Vitamine, Mineralien, Fette)
  • Schlaf
  • Regeneration
  • soziale Integration

-> 9 von 10 Alzheimer-Patienten geheilt!

Studie 2016 Friedland
Ursache Alzheimer:
Dysbiose, Amyloid Überangebot, Leaky gut Syndrom, KH- reiche Ernährung, Oxid. Stress, gestörte Blut-Hirn-Schranke

2. Parkinson:
Oxidativer Stress -> Lewy Körperchen lagern sich ab
-> Absterben von Hirnzellen
Studie 2017: Leaky-gut , Dysbiose, fördert dies. -> Inflammation entlang Vagus Nerv
all dies besteht lange vor Ausbruch des Parkinson!

3. Multiple Sklerose:
  • Autoimmunerkrankung
  • hängt nachweislich mit Darm-Mikrobiom zusammen!
  • Leaky gut!
-> Fettsäuren blocken Entzündungsreaktionen -> mit Hilfe bestimmter Darmbakterien


Diagnose:
Labor! Stuhluntersuchung Blutuntersuchungen



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Therapie allgemein:
  • Verhinderung Dysbiose und Leaky gut
  • Darmsanierung
  • Ernährungsumstellung
  • antioxidative Therapie
  • Silent Inflammation behandeln
  • Schlaf
  • Bewegung
  • Stressreduktion, psychische Balance
  • Vermeiden von Antibiotika, Säureblocker, Ibu, Diclofenac etc., unnötige Medikamente vermeiden ("Therapie von der Stange"- was leider Standart ist)
  • bestimmte Blutdruckmittel wirken auf Bluthirnschranke ein und sollten bei beginnender Demenz vermieden/abgesetzt werden!
  • Toxische Belastungen behandeln
  • Überernährung vermeiden

Zusätzliche Medikamente je nach Stuhlbefund und Blutanalysen!


Frage: warum interessiert es nach wie vor die Schulmedizin nicht, was der Darm für den Körper bedeutet. Kaum ein Arzt lässt Stuhluntersuchung auf Darmflora , Leaky gut, etc durchführen. Das ist der "Mist, den Heilpraktiker anbieten, und nichts taugen" oder wie ein Arzt zu mir gesagt hat: "verändert sich eh von Tag zu Tag, die Untersuchungen sagen nichts aus."
Jegliche Studien beweisen das Gegenteil!
Viele Ärzte stehen immer noch auf dem Standpunkt, dass der Darm ausser Verdauung keine Funktion hat. Ein Arzt (Professor) hatte tatsächlich einmal zu einem meiner Patienten gesagt: "Der Darm hat nichts mit der Verdauung zu tun" ;)


Gerne können Sie sich bei mir in der Praxis melden, um Störfaktoren aufzudecken und zu behandeln. Ursachenforschung ist wichtig, und mit gezielten Labortests und anderen Diagnosemethoden kommt man dem Problem auf die Spur, und kann die Sache therapeutisch angehen!
Vertrauen Sie auf 25 Jahre Erfahrung in der Ganzheitsmedizin und profitieren Sie davon!


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Kaffee- Einlauf

Einläufe sind ein wunderbares Mittel zur Pflege des Darmes.
Meist wird hierzu lauwarmes/ körperwarmes Wasser verwendet. Aber es gibt noch andere Arten:

  • Kamillentee
  • Öl
  • Wasser & Salz
  • Basenpulver
  • warm & kühl im Wechsel (wie Kneipp-Anwendungen)
  • Kaffee

Man kann Einläufe begleitend zu einer Fastenkur verwenden- dann z.b. alle 2 Tage. Oder einfach regelmässig zwischendurch als Reinigungsmittel. Oder bei beginnender Erkältung/ Grippe mit Fieber. Bei Schmerzen. Oder natürlich bei Verstopfung oder Blähungen.


Kaffee Einlauf

- Man hat Kaffee Einläufe des Öfteren während des 1. Weltkriegs angewandt mangels Schmerzmittel.

- Dr Gerson hat den Kaffee-Einlauf in sein Programm (Ernährungs/Entgiftungsprogramm) aufgenommen, und damit geforscht.


Wirkungen:

  • Reinigt den Darm.
  • Galleproduktion wird angeregt
  • Leberentgiftung
  • Schmerzstillend
  • Gefässerweiterung im Darm
  • Antientzündlich
  • Verbesserte Entgiftung im Blut


Anleitung:

(grüner) Bio-Kaffee entweder als Pulver - dann nur 2-3 Esslöffel Pulver in heissem Wasser einrühren. Abkühlen lassen und abfüllen in Irrigation-Set
oder
Althergebracht per Filter Kaffee kochen.


Tipps:

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- Ein sehr gutes Irrigator-Set : Peter Jentschura Einlaufgerät

- ich persönlich spüle den Darm zuerst mit klarem Wasser, danach mache ich die speziellen Einläufe (auch die anderen oben genannte Varianten)

- am Besten liegend arbeiten. Seitenlage, Etwas Vaseline, Kokosfett oder Creme am Schlauchende verteilen, Schlauch einführen (soweit es persönlich am besten geht). Den kleinen Hahn aufdrehen und "Wasser marsch". Bei Druckgefühl im Darm, kleine Pause einlegen. Dann wieder Wasser zuführen.

- Wenn das Wasser im Darm ist, Becken hoch lagern, oder eine "Kerze" machen, Bauch massieren entgegen Uhrzeigersinn, dann auf die rechte Seite legen, Bauch massieren, dann auf die linke Seite drehen, massieren.

- Flüssigkeit, wenn möglich, etwa 15-20 Minuten im Darm halten (klappt bei vielen Menschen nicht so ganz), dann Darm entleeren.






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Herz-Kreislauferkrankungen & Mikrobiom

Herz-Kreislauferkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland.


1920px-Todesursachengruppen_Deutschland_2012.svgQuelle: wikipedia

Ursachen: zu einem grossen Teil liegt die Ursache in der Lebensweise. Ob Ernährungsfehler, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkoholkonsum oder natürlich Stress.
Dann selbstverständlich auch Hormonstörungen, Entzündungen, Folge von Infekte oder anderer Erkrankungen (z.B. Diabetes 2..)

Bei Vorerkrankungen sollten dementsprechend natürlich diese ursächlich therapiert werden.

Heute zu dem Thema:

der Zusammenhang von Ernährung, Darm und Mikrobiom.
Man hat herausgefunden, dass im Darm Stoffe verarbeitet werden, die im Endeffekt das Risiko an Arteriosklerose und Herz-Kreislaufproblemen zu erkranken, erhöhen.
Bildschirmfoto 2020-04-18 um 11.47.20
Quelle:
Labor Ganzimmun

Hierbei sieht man, dass ein hoher Fleisch-und Eiweisskonsum und eine Fäulnisflora im Darm oder auch die Einnahme von L-Carnitin und Cholin (bei Sportlern / Abnehmwilligen) einen Metabolit forciert:
TMAO (Trimethyamine-Oxid).
Dieser Stoff erhöht massiv das Risiko zu erkranken -> Schlaganfall, Herzinfarkt, Arteriosklerose.
Das Labor Ganzimmun bietet für 40 Euro eine Kombiuntersuchung im Urin. Hierbei werden TMA, TMAO sowie Cholin und Betain gemessen.
Sind entsprechend Werte erhöht, besteht Handlungsbedarf. Sprich zwingend eine Ernährungsumstellung, sowie eine Darmsanierung.

Besser noch wäre natürlich schon vorbeugend die Lebensweise anzupassen: Überwiegend vegetarische Kost, Ballaststoffreich, Fleich/Wurst selten (1xWoche)

Auch ein interessanter Link zu dem Thema Mikrobiom-H/K:
Chronische Herzinsuffizienz: Welche Rolle spielt das Mikrobiom?

Zusätzlich bieten die Labore noch einige andere Marker, die Hinweise auf diese Erkrankungen geben. Diese sollten regelmässig kontrolliert werden, zumindest in der 2. Lebenshälfte oder bei Symptomen. -> sprechen Sie mich an. Leider gehören die meisten der Marker nicht zur Routineuntersuchung in Praxen.




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Hirnleistungsstörungen & Neurodegeneration und was man dagegen tun kann

Wie schon in dem vorangegangenem Post über das Mikrobiom zu lesen, ist das Gehirn eng mit dem Darm gekoppelt. Und damit auch mit der Nährstoffversorgung. Leider ist es heutzutage nicht mehr möglich, alle Nährstoffe in ausreichender Menge und Qualität rein durch die Ernährung zuzuführen. Dafür sind die Umweltschäden zu gross und der menschliche Körper zu überbeansprucht.
Das soll nun nicht heissen, dass man nur noch bei McDoof essen könnte und zusätzlich einfach nur genug Nährstoffpillen zu sich nimmt- nein- eine
ausgewogene und vielseitige Ernährung sollte schon Grundlage sein. ;)

Wahllos Nahrungsergänzungen einzuwerfen, ist nun aber auch nicht Sinn der Sache, und sicher auch nicht gesund. Daher empfehle ich wie immer: testen. Im Blut, Urin, Stuhl. Die
Laboranalysen werden angeboten, und können genutzt werden.
Man kann natürlich auch
kinesiologisch oder mittels Gerätschaften wie Bioresonanz testen, jedoch mag ich es am liebsten per Labor. Alternativ austesten kann man dann noch, welche chemischen Verbindungen individuell am besten passen und welche Menge.

"Die Schulmedizin ignoriert nach wie vor nachhaltig und erfolgreich jede Studie zum Thema Mikronährstoffe." (OT: Uwe Gröber, Pharmazeut und Nährstoffexperte, an vielen Studien beteiligt)

Es ist ja sogar so, dass es in Lö Ärzte gibt, die sagen, dass es nur ein Hype mit dem Vitamin D sei, und es absolut nichts bringe, sowas einzunehmen. Kaum zu glauben, entgegen aller Forschungsergebnisse der letzten Jahre hinsichtlich Krebserkrankungen, Immunsystem, Stoffwechselerkrankungen u.a.

Aber nun zum
Hirnstoffwechsel. Und damit zu Erkrankungen wie Alzheimer, Demenz, kognitive Störungen, oder Neurodegeneration wie MS aber auch ADHS/ADS und anderer Probleme.

Alles, was nun folgt ist durch vielfache Studien belegt und sehr gut erforscht.

1) Hirnstoffwechsel und AGEs

Advanced Glycation Endproducts (AGE) sind Risikomoleküle für die Zellalterung. Diese entstehen durch zu viel tierisches Eiweiss (v.a. gebraten und gegrillt) und durch Kohlenhydrate.


csm_306_Abb_1_10097b5f89 Bildquelle: Labor IMD Berlin

AGEs regen Entzündungsprozesse im Körper an, fördern neuronale Schäden und oxidativen Stress . Sie sind massgeblich an Alzheimer (Diabetes Typ 3) / Demenz beteiligt.

Daher: eine Pflanzenbasierte Kost und eher selten Fleisch. Dafür mehr Fisch (Omega 3 Versorgung!) und eher Dünsten als Braten/Grillen!

2) Entzündungsprozesse…
…im Gehirn: Durch oxidativen Stress verursacht. Glia Zellen im Hirn verbrauchen sehr viel Energie. Hierzu benötigt der Körper vor allem Fette. Wie im vorangegangenem Post über Omega Fette schon beschrieben sind diese für den ganzen Körper gut, aber gerade für das Nervensystem absolut lebensnotwendig. Und hierfür mehr das DHA als EPA. Dieses wirkt direkt auf die Glia Zellen ein. Und hier auch auf Antioxidanzien achten. Ernährungstechnisch: Beeren, Gemüse (Sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralien)

3.)Mitochondropatie
durch fehlerhafte Energiegewinnung in den Mitochondrien (s.auch hier) und oxidativen Stress (Zusammenhänge bitte im Beitrag über Mitochondrien nachlesen!) , kommt es zu Nerven/Gehirnstörungen.
Es werden vielerlei Nährstoffe benötigt, um den "Motor am laufen zu halten":
Vitamine: A, D, Bs, E, Mineralien/Spurenelemente (Kalium, Magnesium, Selen, Kupfer, Zink), Omega Fette, Coenzym Q10

4.) Homocystein
..ein Zwischenprodukt im Stoffwechsel, das massgeblich an einigen Erkrankungen beteiligt ist, sofern erhöht (im Blut messbar, gehört gerade bei älteren Menschen nachgetestet)
Homocystein
schädigt die Gefäße (koronare Herzerkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Embolien, Thrombosen..), wirkt neurodegenerativ, und bei Schwangeren kann es zu schweren Schäden am Kind führen.

Massnahme: Einnahme von Vitamin B (B2, B6 B12) und Folsäure.

Alzheimer:
Auch Diabetes Typ 3 genannt. In Studien konnte belegt werden, dass die regelmässige Einnahme von Mikronährstoffen die Erkrankung verzögert und aufhält.
dazu gehören v.a.: B-Vitamine, Vitamin C, E, D und Alpha Liponsäure; sowie natürlich Omega 3 Fette (EPA/DHA) (gilt auch für Demenz)

Übrigens : die so gern von Ärzten verordneten
Protonenpumpenhemmer (Magensäureblocker) erhöhen laut neuen Studien (2015/2017) das Risiko um 38 % an Demenz und um 44% an Alzheimer zu erkranken. Zusätzliche als Nebenwirkung bei vielen Patienten schon nach einer Woche: Kognitive Beeinträchtigungen!

Ähnliches gilt auch für
Statine (Cholesterinsenker)- Cholesterol ist Baustoff für das Myelin. Wird Cholesterin zu weit gesenkt, bricht da Nervensystem zusammen (siehe Beipackzettel Nebenwirkungen), und nicht nur das Nervensystem wird geschädigt- auch das Muskel- und Hormonsystem sowie der ganze Zellstoffwechsel. Daher sollte zwingend bei Statingabe auch Coenzym Q10 gegeben werden, um solche Schäden aufzufangen.
(Statine sind das mit am häufigsten verordnete Medikament- ob nützlich oder nicht, ist eine andere Frage, aber es ist eine der besten Einnahmequelle für die Pharmaindustrie)


Sehr wichtig für den Hirnstoffwechsel ist auch
Magnesium. Dieses sollte regelmässig aufgefüllt werden (400mg/Tag)
Magnesium und Vitamin D3 hängen auch eng zusammen!
Vitamin D3: laut einer Studie der Uni Graz sind 84 % aller Menschen unterversorgt mit Vitamin D3. Das deckt sich mit meinen Messungen (ich hätte sogar eher gesagt, mehr als 84%) eigentlich fast jeder, der zu mir in die Praxis kommt. Vitamin D3 wirkt u.a. (es hat ja viele Wirkungen) auf den Hirnstoffwechsel. Je höher der Vitamin D3 Spiegel, desto seltener Hirnstoffwechselstörungen. Ideal ist es, die Vitamine A und D zu kombinieren, da sie den gleichen Rezeptor nutzen. Früher hat man das getan- mit Lebertran