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Mykose

Mykotoxine. Entgiftung

Mykotoxine: Wie Schimmelgifte Körper, Gehirn und Hormone belasten

Mykotoxine sind Giftstoffe, die von Schimmelpilzen produziert werden. Sie kommen in feuchten Gebäuden, verdorbenen Lebensmitteln und der Luft vor – oft unsichtbar, aber mit deutlicher Wirkung auf den menschlichen Körper. Viele chronische Beschwerden lassen sich auf eine Schimmelpilzbelastung zurückführen. Dieser Beitrag zeigt, was Mykotoxine sind, welche Symptome sie auslösen und wie man sich schützen kann – inklusive einem Überblick über das Shoemaker Protokoll zur Behandlung von Schimmeltoxizität.


Was sind Mykotoxine und wo kommen sie her?
Mykotoxine sind sekundäre Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen wie Aspergillus, Penicillium oder Stachybotrys chartarum. Sie entstehen vor allem bei:

  • Schimmel in der Wohnung (z. B. nach Wasserschäden, in feuchten Kellern)
  • Schlecht gelagerten Lebensmitteln (z. B. Getreide, Nüsse, Kaffee, Gewürze)
  • Beruflicher Exposition (z. B. Bau, Landwirtschaft, Müllentsorgung)

Viele Menschen atmen diese Toxine ein oder nehmen sie über Nahrung auf – oft über Jahre hinweg, ohne es zu merken.


Wie wirken Mykotoxine im Körper?
Sobald Mykotoxine im Körper sind, binden sie sich an Zellmembranen, blockieren Enzyme, schwächen das Immunsystem und fördern chronische Entzündungen. Besonders gefährdet sind:

1. Immunsystem

  • Unterdrückung der Immunantwort
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
  • Entzündliche Autoimmunprozesse

2. Organe

  • Belastung von Leber und Nieren, da sie die Gifte ausleiten sollen
  • Schädigung der Lunge bei inhalativer Exposition
  • Störung der Darmbarriere, was zu Reizdarm und Nahrungsmittelintoleranzen führen kann

3. Gehirn und Nerven

  • Konzentrationsprobleme („Brain Fog“)
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Gedächtnisstörungen
  • Reizbarkeit, Depression, Schlafstörungen
  • In schweren Fällen: neurologische Ausfälle

4. Hormonelles System

  • Dysbalancen bei Cortisol, Östrogen, Schilddrüsenhormonen
  • Zyklusstörungen, Libidoverlust, Gewichtszunahme
  • Erschöpfung trotz ausreichend Schlaf

Typische Symptome einer Mykotoxin-Belastung

Viele Betroffene leiden unter unspezifischen, chronischen Symptomen. Häufige Anzeichen einer Mykotoxinvergiftung:

  • Chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit
  • Allergien, Reizdarm, Blähungen
  • Hautprobleme, Juckreiz, Ausschläge
  • Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen
  • Licht- und Geräuschempfindlichkeit
  • Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS)
  • u.v.m.!!

Diagnose und Behandlung: Was tun bei Mykotoxin-Belastung?

1. Schimmelquellen beseitigen!!
Der wichtigste Schritt ist der Expositionsstopp. Das heißt: Wohnraum prüfen lassen, Schimmel professionell entfernen, Arbeitsplatz untersuchen.

2. Diagnose

  • Mykotoxin-Tests im Urin
  • HLA-Gentests (Veranlagung zur Biotoxin-Erkrankung) -> Arzt!
  • MARCoNS-Test (nasale Besiedlung.Multipler Antbiotika Resistente Coagulase negative Staphylokokken) -> Abstrich.
  • -> Oft zu finden bei Schimmelpilzbelasteten Personen.

3. Entgiftung und Bindung von Toxinen

  • Cholestyramin, Aktivkohle, Zeolith, Bentonit, Huminsäure, Chitosan
  • Leberunterstützung durch Bitterstoffe, Glutathion, Mariendistel u.a.
  • Darmaufbau mit Probiotika und ballaststoffreicher Ernährung (Präbiotika)


4. Ganzheitlicher Behandlungsansatz:
Auch Hormonsystem, Nährstoffstatus und Mitochondrienfunktion sollten mitbehandelt werden.


Das "Shoemaker Protokoll": Strukturierte Hilfe bei CIRS

Dr. Ritchie Shoemaker prägte den Begriff CIRS – Chronic Inflammatory Response Syndrome – als Reaktion auf biotoxische Belastung durch Mykotoxine. Sein Protokoll umfasst:

  • Expositionsstopp: Keine weiteren Toxine mehr aufnehmen
  • Bindung der Toxine mit Cholestyramin oder Welchol
  • Behandlung von MARCoNS (Bakterien in der Nase) mit speziellen Nasenspray
  • Regulierung der Entzündungsbotenstoffe wie MSH, VIP, ADH
  • Neuroquant-MRT zur Bewertung von Hirnveränderungen

Das Protokoll ist aufwendig, aber für viele chronisch Erkrankte ein Wendepunkt.


Mykotoxine erkennen – chronisch krank verstehen

Mykotoxine sind ein oft übersehener Faktor bei chronischen Erkrankungen.
Wer unter unerklärlichen Symptomen leidet, sollte eine Schimmelbelastung als Ursache nicht ausschließen. Mit gezielter Diagnostik, Entgiftung und gegebenenfalls dem "Shoemaker-Protokoll" kann Heilung möglich werden.


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